Was hat Asterix mit Religion zu tun? Ausflug der 5. Klassen zum Museum Quintana

 

 

 

Wer kennt sie nicht: Die Abenteuer von Asterix und Obelix, den mutigen Galliern und ihrem geheimnisvollen Zaubertrank, der die römischen Gegner stets zur Verzweiflung brachte. Doch was haben Asterix, die Gallier und Römer mit katholischem Religionsunterricht zu tun? Neugierig geworden durch diese Frage, suchten die Schüler der 5. Jahrgangsstufe im Rahmen des Lehrplanthemas „Sich neugierig öffnen: Begegnung mit fremden Kulturen“ Antworten zu folgenden Themen: Wer waren eigentlich die Gallier? Gab es auch bei uns in Bayern Gallier und Römer? An was glaubten diese Völker und sind Zeugnisse ihrer Kultur heute überhaupt noch sichtbar? Im Unterricht wurden folgende Erkenntnisse gewonnen: Von Frankreich über Deutschland bis nach Böhmen besiedelten die Kelten das Land. Um ca. 390 v. Chr. nannten die Römer die Kelten in Frankreich „Gallier“, was so viel wie „die Tapferen, Erhabenen“ bedeutet. Die Religion der Kelten war geprägt vom Glauben an magische Kräfte, Rituale, Opfergaben und dem Leben an ein Leben nach dem Tod in einem Land, in dem immer die Sonne scheine und in dem es weder Hunger noch Durst gebe. Ebenso wie die Römer verehrten die Kelten viele Gottheiten. Die Kultur und Religion der Kelten wurde gerade aber in unserem Gebiet, die damals zur römischen Provinz Rätien zählte, mit jener der Römer verschmolzen. Weitere Informationen lieferte ein Ausflug zum nahegelegenen Museum Quintana in Künzing. Bei Feld- und Bauarbeiten wurden im ehemaligen römisch geprägten Militärlager Quintana Zeugnisse der Römer gefunden worden und im Museum Quintana ausgestellt. Kurz nach der Ankunft in Künzing widmete sich die eine Gruppe der Schüler zunächst Bastelarbeiten, die unter fachkundiger Unterstützung der Museumspädagogin Frau Weigl angeleitet wurden. Die anderen Schüler starteten mit der Museumsführung durch die Zeit der Römer mit Herrn Klinger. Er verstand es dabei geschickt die ausgestellten Gegenstände und Modelle schülerfreundlich zu erklären. Glücklicherweise konnten die Schüler zudem die Sonderausstellung über den Mithras-Kult besichtigen und mit Hilfe eines Arbeitsblattes mehr darüber erfahren. Der Mithras-Kult, ein im Römischen Reich verbreiteter Geheimkult zu Ehren des Gottes Mithras, verschwand mit der zunehmenden Christianisierung und geriet fast völlig in Vergessenheit, bis er in der Neuzeit durch archäologische Funde wiederentdeckt wurde. So fanden sich die Schüler bald in einem Nachbau eines Mithras-Kult-Tempels wieder und standen einen Schritt später dem Bildnis des Gottes Mithras gegenüber. Durch den Ausflug ins Museum merkten die Schüler auf eindrückliche Weise: Menschen wie die Kelten und Römer haben zu allen Zeiten - wenn auch mit unterschiedlichen Antworten - versucht die Fragen nach dem „Woher und Wohin“ des Lebens und der Existenz eines Göttlichen zu beantworten. Durch den Zugang über die Zeugnisse alter Kulturen und Religionen im Museum wurde die Auseinandersetzung mit den Antwortversuchen dieser Völker und unseren aus dem Christentum angebahnt und in den folgenden Religionsstunden vertieft.

 

Ramona Eckmüller

Coelestin-Maier-Realschule Schweiklberg

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