Für soziales Lernen den Unterricht "geschwänzt" 
 
Die Achtklässler der Coelestin-Maier-Realschule Schweiklberg "schwänzten" für eine Woche den "normalen" Unterricht. Der Grund: Die Buben verlagerten den Basisunterricht in umliegende soziale Einrichtungen, Kindergärten, Werkstätten oder Schulen, um mit Menschen zu arbeiten, ihre eigenen sozialen Fähigkeiten zu erkennen und auch soziale Berufe und die Leistungen der in diesem Bereich Tätigen kennenzulernen. Das Compassion-Projekt ist ein Projekt sozialen Lernens. Ziel ist die Entwicklung sozialverpflichteter Haltungen wie Solidarität, Kooperation, Kommunikation und Engagement für Menschen, die auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen sind. Während dieser Woche konnten die Schüler Eigenschaften an sich selbst erkennen, die ihnen so nicht bewusst waren. "Hier können die Buben Lehrinhalte erfahren, die in keinem Lehrplan stehen, aber für das Leben wichtig sind", ist man an der Realschule überzeugt. Und dass die Schweiklberger überzeugt haben, haben Betreuer und Lehrkräfte bei den Praktikumsbesuchen gemerkt. "Sie können uns die Buben ruhig dalassen", meinten oft die Verantwortlichen. Die Jugendlichen lasen den Kindern oder älteren Menschen vor, spielten mit ihnen, bauten Werkstücke. "Mit den Großen kann man richtig Fußballspielen", freute sich eines der Kindergartenkinder über den Einsatz der Praktikanten. 
 
 
 
Pichler Gerhard/VA
Coelestin-Maier-Realschule Schweiklberg
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